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Wirtschaft und Finanzierung3 Min. Lesezeit

Intel vereinbart Übernahme von Classiq für Vorstoß in den Full-Stack-Quantenbereich

Intel hat sich auf die Übernahme von Classiq geeinigt und kombiniert damit Spin-Qubit-Hardware und -Software mit der Quanten-Syntheseplattform von Classiq. Der Abschluss wird in 1H 2027 erwartet.

Diese Seite wurde aus dem Englischen übersetzt. Unternehmens- und Produktnamen sowie Quellenlinks bleiben unverändert. Original auf Englisch lesen

Intel teilt mit, eine endgültige Vereinbarung zur Übernahme des Quantensoftware-Unternehmens Classiq unterzeichnet zu haben. Ziel sei es, die Werkzeuge von Classiq zur Algorithmensynthese mit Intels Aktivitäten bei Quantenhardware und -software zusammenzuführen. Laut der Ankündigung würde die Transaktion Intel einen umfassenderen Quantencomputing-Stack rund um sein Silizium-Spin-Qubit-Programm verschaffen, während die Software von Classiq weiterhin über mehrere Hardwareplattformen hinweg interoperabel bleiben soll. Der Abschluss der Transaktion wird in der ersten Hälfte 2027 erwartet, vorbehaltlich behördlicher Genehmigungen und üblicher Bedingungen.

Was angekündigt wurde

Laut der von The Quantum Insider verbreiteten Ankündigung plant Intel, Classiq in seine Quantum Computing Group einzugliedern, um ein Unternehmen für Full-Stack-Quantencomputing aufzubauen, wie Intel es beschreibt. Classiq entwickelt Software, die den Entwurf von Quantenschaltungen automatisiert, mit dem Ziel, Nutzern die Erstellung von Anwendungen zu ermöglichen, ohne dass sie tiefgehende Kenntnisse der Low-Level-Schaltungskonstruktion benötigen.

Intel stellte die Übernahme als Möglichkeit dar, diese höherliegende Abstraktionsebene mit der eigenen Quantenhardware, den Fertigungskapazitäten und der bestehenden Software zu verbinden. Bis zum Abschluss der Transaktion werden die beiden Unternehmen weiterhin getrennt voneinander operieren.

Intel chief executive officer Lip-Bu Tan sagte, die Transaktion werde Intels Quantensparte in ein Full-Stack-Unternehmen verwandeln. Classiq-Mitgründer und chief executive officer Nir Minerbi sagte, die kombinierten Unternehmen könnten dazu beitragen, Quantencomputing praktikabler und zugänglicher zu machen.

Die technische Begründung

In der Ankündigung wird die Rolle von Classiq im Quantencomputing mit der Rolle verglichen, die Software für Electronic Design Automation und Computer-Aided Design beim klassischen Chipdesign gespielt hat: eine Abstraktionsebene, die die Abhängigkeit von manuell entwickelten, hardwarespezifischen Implementierungen verringert.

Die Plattform von Classiq wird als hardwareagnostisch beschrieben und ermöglicht es Entwicklern, auf einer höheren Ebene zu arbeiten als bei einzelnen Gattersequenzen oder gerätespezifischen Einschränkungen. Intel sagt, diese Fähigkeit ergänze die eigenen Arbeiten an Silizium-Spin-Qubits und kryogener Steuerelektronik.

Laut der Ankündigung investiert Intel seit 2015 in Quantencomputing. Das Unternehmen erklärt, es könne sowohl Qubit-Chips als auch komplexe kryogene Steuerelektronik im großen Maßstab mit Geräten und Prozessen herstellen, die in der konventionellen Silizium-Halbleiterfertigung üblich sind.

Intel sagt außerdem, die geplante Übernahme würde es dem Unternehmen ermöglichen, Quantum Processing Units in ein breiteres Compute-Portfolio aufzunehmen, das bereits CPUs, GPUs und ASICs umfasst.

Die Konditionen des Deals

Die Unternehmen gaben bekannt, dass Intel eine endgültige Vereinbarung zur Übernahme von Classiq geschlossen hat, doch in der Ankündigung wurden weder ein Kaufpreis noch andere finanzielle Bedingungen genannt.

Klar aus der Mitteilung geht jedoch das beabsichtigte Betriebsmodell nach dem Abschluss hervor: Intel erklärt, die bestehenden Multi-Plattform-Integrationen von Classiq weiter unterstützen und ein modalitäts- und hardwareagnostisches Softwareangebot beibehalten zu wollen. Dieser Punkt ist wichtig, weil das Wertversprechen von Classiq darauf beruhte, über die zugrunde liegenden Qubit-Technologien hinweg zu abstrahieren, statt nur eine einzige Hardwarearchitektur zu bedienen.

Der Deal steht weiterhin aus. Intel sagte, der Abschluss werde in der ersten Hälfte 2027 erwartet und hänge von behördlichen Genehmigungen sowie anderen üblichen Vollzugsbedingungen ab.

Warum das wichtig ist

Die geplante Übernahme deutet auf eine kommerzielle Strategie hin, die über die isolierte Entwicklung von Hardware hinausgeht. Für Quantencomputing-Unternehmen kann die Kontrolle über größere Teile des Stacks die Produktintegration, die Nutzererfahrung und die Planung des Marktzugangs verbessern. In diesem Fall versucht Intel, eine High-Level-Softwareumgebung mit einem Hardwareprogramm auf Basis von Silizium-Spin-Qubits und Halbleiterfertigungsmethoden zu verknüpfen.

Für Classiq würde die Transaktion bedeuten, dass seine Software in ein deutlich größeres Halbleiterunternehmen mit etablierten Fertigungs- und Systemkompetenzen eingebettet wird. Für Intel könnte die Übernahme helfen, langjährige Quantenforschung und -entwicklung in eine Plattformgeschichte zu übersetzen, die für Entwickler und Unternehmenskunden leichter zu übernehmen ist.

Worauf zu achten ist

Die erste Frage ist, ob die Übernahme innerhalb des genannten Zeitplans in der ersten Hälfte 2027 abgeschlossen wird. Die zweite ist, ob Intel seine Zusage einhält, die Plattform von Classiq für mehrere Quantenhardware-Backends offen zu halten.

Investoren und technische Nutzer werden außerdem beobachten, wie eng Intel die Synthesewerkzeuge von Classiq mit der eigenen Quantensoftware und der Spin-Qubit-Roadmap verzahnt und ob diese Kombination einen klareren Weg zur Kommerzialisierung eröffnet als reine Hardware-Strategien.

Quellen

Die Informationen auf dieser Seite stammen aus den unten aufgeführten Quellen und wurden von DesignQuantum abgerufen.

  1. Intel to Acquire Classiq to Create a Full-stack Quantum Computing Platform thequantuminsider.com