✉ Newsletter
🌐 Deutsch
Wirtschaft und Finanzierung3 Min. Lesezeit

IQM und Telefónica streben ersten Quantencomputer in der Region Madrid an der UPM an

Telefónica und IQM planen, bis Ende 2026 ein IQM Spark-System an der Technischen Universität Madrid zu installieren.

Diese Seite wurde aus dem Englischen übersetzt. Unternehmens- und Produktnamen sowie Quellenlinks bleiben unverändert. Original auf Englisch lesen

Telefónica und IQM Quantum Computers geben an, den ersten Quantencomputer in der spanischen Autonomen Gemeinschaft Madrid in Betrieb nehmen zu wollen; die Installation an der Technischen Universität Madrid (UPM) ist vor Ende 2026 geplant. Laut der Ankündigung handelt es sich bei dem System um eine IQM Spark-Maschine für Forschung, Lehre und Entwicklung im Frühstadium, die lokalen Universitäten, Krankenhäusern, Forschungszentren und Start-ups Zugang zu Quantenhardware vor Ort ermöglichen soll.

Was angekündigt wurde

Das Projekt wird als regionale Infrastrukturmaßnahme dargestellt, nicht als Forschungsanschaffung einer einzelnen Institution. Telefónica und IQM zufolge soll die Installation in Madrid die wissenschaftlichen und technischen Fähigkeiten in der gesamten Autonomen Gemeinschaft Madrid stärken und die Entwicklung industrieller Anwendungsfälle unterstützen.

Der Ankündigung zufolge wird die Maschine an der UPM installiert, soll aber einer breiteren lokalen Nutzerbasis dienen. Das erklärte Ziel ist, Organisationen in die Lage zu versetzen, Quantenalgorithmen direkt auf der Hardware zu testen und durch praktischen Zugang internes Fachwissen aufzubauen.

IQM-CEO und Mitgründer Jan Goetz sagte, die Investition verschaffe Forschenden, Studierenden und Unternehmen mit Sitz in Madrid die Infrastruktur, um langfristig Kompetenzen aufzubauen.

Die technischen Details

Das in der Ankündigung genannte System ist IQM Spark, das die Unternehmen als All-in-One-Plattform für Forschung, Lehre und Entwicklungsarbeit im Frühstadium beschreiben. Der Bericht bezeichnet IQM als Hersteller supraleitender Quantencomputer, nennt jedoch weder die Zahl der Qubits noch Leistungswerte oder andere technische Spezifikationen des Madrider Systems.

Dieses Fehlen ist relevant: In diesem Stadium geht es in der Ankündigung um Einsatzpläne und die Zugangsstrategie, nicht um Benchmark-Ergebnisse. Im Bericht werden weder eine Forschungsarbeit noch Validierungsdaten oder eine Leistungsbewertung durch Dritte angeführt.

Madrids Rolle in den Plänen von Telefónica und IQM

Das neue System würde frühere Quantencomputer-Installationen von Telefónica und IQM in Spanien ergänzen. Laut der Ankündigung wird sich die Maschine in Madrid zu zwei weiteren Quantencomputern gesellen, die die Unternehmen dem CESGA, dem Galicischen Supercomputing-Zentrum, bereitgestellt haben.

Telefónica ordnete das Madrid-Projekt als Teil eines umfassenderen Quantenengagements in den Bereichen Kommunikation, Verschlüsselung und Schutz kritischer Daten ein. Borja Ochoa, nicht geschäftsführender Vorsitzender von Telefónica España und CEO von B2B, sagte, das Unternehmen arbeite gemeinsam mit der Autonomen Gemeinschaft Madrid an Quantentechnologien für Netze und Sicherheit sowie für das Computing. Er sagte außerdem, Telefónica sei der erste Betreiber in Spanien, der Rechenzentrums-Kommunikation anbiete, die durch neue Standards der Post-Quanten-Kryptografie geschützt ist.

Für IQM erweitert das Madrid-Projekt eine internationale Deployment-Strategie. Der Ankündigung zufolge hat das Unternehmen bereits Full-Stack-Quantencomputer in Europa, Asien und Nordamerika installiert, darunter Systeme für große Supercomputing-Zentren.

Warum das wichtig ist

Ein an einer Universität betriebenes System kann eine andere Rolle spielen als reiner Cloud-Zugang. Der direkte Zugang zu lokaler Hardware kann die Entwicklung von Fachkräften, das Testen von Anwendungen und die Koordination zwischen Universitäten, Nutzern des öffentlichen Sektors und Start-ups in einer Region unterstützen. Darauf scheint das Modell hinauszulaufen, das Telefónica und IQM in Madrid anstreben.

Die Unternehmen stellen die Installation außerdem als Teil eines breiteren europäischen politischen und industriellen Ziels dar. Laut der Ankündigung soll das Projekt helfen, Talente anzuziehen, ein lokales Quanten-Ökosystem zu unterstützen und zur technologischen Souveränität Europas beizutragen.

Worauf zu achten ist

Der wichtigste kurzfristige Meilenstein ist, ob das System wie geplant bis Ende 2026 installiert und betriebsbereit ist. Darüber hinaus werden die aussagekräftigeren Indikatoren sein, wer Zugang erhält, welche Anwendungsfälle aus Madrider Institutionen und Unternehmen hervorgehen und ob die Installation zu nachhaltiger regionaler Aktivität statt zu einer isolierten Demonstration führt.

Vorerst signalisiert die Ankündigung den Vorstoß, Quantencomputing-Kapazitäten physisch in der Forschungs- und Innovationsgemeinschaft Madrids zu verankern, wobei Telefónica als lokaler Industriepartner agiert und IQM die Hardware liefert.

Quellen

Die Informationen auf dieser Seite stammen aus den unten aufgeführten Quellen und wurden von DesignQuantum abgerufen.

  1. IQM and Telefónica Plan Quantum Computer for Madrid University thequantuminsider.com