✉ Newsletter
🌐 Deutsch
Hardware3 Min. Lesezeit

PsiQuantum zeigt 8×8-optischen Switch für KI-Rechenzentrumsverbindungen

PsiQuantum hat eine Demonstration eines 8×8-optischen Schaltkreisschalters vorgestellt, der auf seiner Siliziumphotonik-Plattform basiert und im Labortest Werte bei Verlust, Übersprechen und Rekonfiguration erreichte.

Diese Seite wurde aus dem Englischen übersetzt. Unternehmens- und Produktnamen sowie Quellenlinks bleiben unverändert. Original auf Englisch lesen

PsiQuantum teilt mit, einen 8×8-optischen Schaltkreisschalter für die Konnektivität in KI-Rechenzentren demonstriert zu haben, und erweitert damit eine Siliziumphotonik-Plattform, die das Unternehmen ursprünglich für fehlertolerantes Quantencomputing entwickelt hat. Laut der Mitteilung erreichte das Bauteil im Labor typischerweise eine Einfügedämpfung von 1,2 dB, ein Übersprechen von 40 dB und eine Rekonfiguration in unter 3 Millisekunden – ohne optische Verstärkung. Das Unternehmen erklärt, bereits Muster mit ausgewählten potenziellen Kunden zu teilen, und plant, die Technologie in den kommenden Monaten in kommerzielle Produkte zu überführen.

Was angekündigt wurde

Das nun offengelegte System ist ein Demonstrator für optisches Schalten mit 8×8-Radix. PsiQuantum positioniert ihn als Antwort auf Netzwerkengpässe in großen KI-Systemen, in denen die Bewegung von Daten zwischen immer größeren Rechenressourcen zunehmend zum Flaschenhals wird.

Laut dem Unternehmen basiert der Switch auf derselben verlustarmen Siliziumphotonik-Plattform, die es seit fast einem Jahrzehnt für Quantencomputing im industriellen Maßstab entwickelt. Die Idee ist, Fähigkeiten, die für Quantenhardware entwickelt wurden, auf einen kurzfristigeren Markt für optische Interconnects in KI-Infrastrukturen anzuwenden.

Victor Peng, CEO von PsiQuantum, sagte, die Öffnung hin zu diesem Markt sei aus der Entscheidung des Unternehmens entstanden, schwierige Skalierungsprobleme früh in seiner Quanten-Roadmap anzugehen. Er fügte hinzu, dass das Unternehmen die Technologie kommerziell nutzen wolle, während es zugleich weiter an fehlertoleranten Quantencomputern arbeite.

Die technischen Details

Die von PsiQuantum genannten Kennzahlen stammen aus Tests in den eigenen Labors und nicht aus einer unabhängigen oder begutachteten Quelle. Das Unternehmen gibt an, dass der demonstrierte Switch typischerweise eine Einfügedämpfung von 1,2 dB, ein Übersprechen von 40 dB und eine Rekonfigurationszeit von weniger als 3 ms erreichte und dass diese Ergebnisse die anfänglichen Zielwerte für das Bauteil übertroffen hätten.

In der Mitteilung heißt es außerdem, dass keine optische Verstärkung erforderlich war. Das ist relevant, weil Verstärkung die Komplexität erhöht und die Systemauslegung bei photonischen Verbindungen beeinflussen kann.

PsiQuantum teilte außerdem mit, dass es die Integration von Bariumtitanat, kurz BTO, im Maßstab von 300-mm-Wafern entwickelt hat und in seinen Quantensystemen einen 64×64-BTO-Switch verwendet. Allerdings erklärte das Unternehmen, dass BTO für den neuen Demonstrator oder die ersten Produkte nicht erforderlich sei. In der Darstellung von PsiQuantum lässt das Raum für einen separaten Pfad zu schnelleren und fortschrittlicheren künftigen Schaltprodukten, während zugleich die Grundleistung des zugrunde liegenden Siliziumphotonik-Prozesses hervorgehoben wird.

Warum das wichtig ist

Die Ankündigung zeigt einen Weg, auf dem Programme für Quantencomputing-Hardware versuchen könnten, ermöglichende Technologien zu monetarisieren, bevor großskalige Quantensysteme vollständig ausgerollt sind. In diesem Fall zieht PsiQuantum eine direkte Verbindung von für Quantencomputing entwickelter Photonik zu optischem Schalten für KI-Cluster.

Diese Überschneidung ist auf technischer Ebene plausibel: Beide Bereiche legen großen Wert auf verlustarme photonische Komponenten und skalierbare Fertigung. PsiQuantum argumentiert, dass die Anforderungen, die es für fehlertolerantes Quantencomputing verfolgt hat, in mancher Hinsicht strenger seien als jene für optisches Schalten in KI-Rechenzentren.

Falls Kunden Leistung und Herstellbarkeit bestätigen, könnte der Switch dem Unternehmen eine kommerzielle Ausgangsposition in einem an das Quantencomputing angrenzenden Markt verschaffen und zugleich seine Argumentation zur Reife seines Photonik-Stacks untermauern.

Worauf zu achten ist

Die nächsten Fragen sind eher kommerzieller als konzeptioneller Natur. PsiQuantum erklärt, Demonstrationsmuster an ausgewählte potenzielle Kunden zu liefern, hat diese Kunden jedoch nicht benannt und auch keine Preise, Zeitpläne für Stückzahlen oder Zusagen für den Einsatz bekannt gegeben.

Investoren und Branchenbeobachter werden auch darauf achten, ob die gemeldete Leistung außerhalb der internen Tests von PsiQuantum Bestand hat und ob das Unternehmen den Schritt von einer 8×8-Demonstration zu Produkten schaffen kann, die zu realen KI-Netzwerkarchitekturen passen.

Die Mitteilung folgt außerdem auf eine vom Unternehmen zitierte Offenlegung vom September 2026, wonach PsiQuantum verbindliche Unterlagen mit dem U.S. Department of Commerce unterzeichnet habe, um Forschung und Entwicklung, die inländische Herstellbarkeit und die Leistungsfähigkeit kritischer Komponenten zu beschleunigen, darunter Hochleistungs-Switches. Diese Verbindung deutet darauf hin, dass das Unternehmen optisches Schalten als mehr als nur ein Nebenprojekt sieht: Es könnte Teil einer breiteren Industriestrategie rund um seine Photonik-Plattform werden.

Quellen

Die Informationen auf dieser Seite stammen aus den unten aufgeführten Quellen und wurden von DesignQuantum abgerufen.

  1. PsiQuantum Unveils Optical Circuit Switch for AI Data Centers thequantuminsider.com