Toshiba startet Plattform für skalierbares quantensicheres Networking
Toshiba hat eine Quantum-Safe Networking Platform vorgestellt, die PQC, QKD und QRNG mit zentralisierter Steuerung für bestehende Glasfasernetze kombiniert.
Diese Seite wurde aus dem Englischen übersetzt. Unternehmens- und Produktnamen sowie Quellenlinks bleiben unverändert. Original auf Englisch lesen
Toshiba hat eine Quantum-Safe Networking Platform vorgestellt, die sich an Netzbetreiber, Rechenzentrumsanbieter, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen richtet, die Netzwerkverbindungen absichern wollen, ohne die bestehende Infrastruktur zu ersetzen. Laut Ankündigung vereint die Plattform Post-Quanten-Kryptografie, Quantenschlüsselverteilung und quantenzufällige Zahlengenerierung in einer einheitlichen Architektur mit zentralisierter Steuerung und Schlüsselmanagement.
Was angekündigt wurde
Die neue Quantum-Safe Networking Platform, kurz QSN Platform, ist als Möglichkeit positioniert, mit einer einzelnen geschützten Verbindung zu beginnen und den Schutz dann auf größere Metro-, Hub-and-Spoke-, Ring-, Mesh- und Weitverkehrsnetze auszuweiten. Toshiba zufolge ist das System darauf ausgelegt, sich in bestehende Netzinfrastrukturen zu integrieren, statt einen kompletten Neuaufbau zu erfordern.
Das Unternehmen argumentiert, dass sich die Branche von isolierten Tests und frühen kommerziellen Implementierungen hin zu breiteren Rollouts über mehr Standorte und Netztypen hinweg bewegt. In diesem Kontext soll die Plattform die Komplexität senken und die Wirtschaftlichkeit der Implementierung verbessern, während Organisationen auf Sicherheitsrisiken im Quantenzeitalter reagieren, darunter sogenannte Harvest-now-decrypt-later-Angriffe.
Hiroshi Tsukino, Vice President von Toshiba Corporation’s ICT Solutions Division, sagte, Organisationen bräuchten „einen praktikablen Weg zur Einführung quantensicherer Netzwerke“.
Die technischen Details
Laut Toshiba vereint die Plattform interoperable Hardware- und Softwarekomponenten, die für den Betrieb als zentral verwaltetes System entwickelt wurden.
Zur Hardware gehört der QSN Transceiver 1550/1310, der einen Quantensender und -empfänger in einem Gehäuse kombiniert und Quantenwellenlängen von entweder 1550 oder 1310 Nanometern unterstützt. Toshiba zufolge ist er für Implementierungen in Kernnetzen und für quantensichere Schlüsselweiterleitung vorgesehen.
Der QSN Hub 1550/1310 nutzt aktives optisches Switching für Point-to-Multipoint-Netzwerke, während der QSN Spoke 1550/1310 als kompakter entfernter Endpunkt in Hub-and-Spoke-Topologien dient. Der QSN Link 1550/1310 bietet dedizierte Point-to-Point-QKD mit getrennten Sender- und Empfängerkomponenten, die laut Unternehmen im Zuge der Weiterentwicklung des Netzwerks weiterverwendet werden können.
Ein QSN Multiplexer ist dafür ausgelegt, dass Quantenkanäle, QKD-Servicekanäle und Dense-Wavelength-Division-Multiplexing-Datenverkehr von Drittanbietern sich bestehende aktive Glasfaser teilen. Toshiba zufolge entfällt damit die Notwendigkeit dedizierter Dark Fiber.
Auf der Softwareseite ist das QSN Key Delivery System in die QKD-Appliances integriert und verteilt QKD-, PQC- und hybride Schlüssel über eine laut Toshiba verteilte und kryptoagile Softwareebene. Nach Angaben des Unternehmens unterstützt diese Ebene automatische Umleitung von Schlüsseln und mehrere Schlüsselaustauschmechanismen. Das eigenständige QSN Key Management System läuft auf x86-Servern und stellt Schlüsselmanagementfunktionen bereit, während der QSN Controller zentralisierte Steuerung, Visualisierung und Schnittstellen für softwaredefinierte Netzwerke hinzufügt.
Warum das wichtig ist
Die Einführung spiegelt einen breiteren Wandel im Bereich sicherer Netzwerke wider: Es geht nicht nur um die Einführung von Post-Quanten-Kryptografie, sondern um die Kombination mehrerer Schutzmethoden je nach Sensibilität der Verbindung und betrieblichen Einschränkungen. Toshiba zufolge ermöglicht die Plattform Kunden, Sicherheitsniveaus an unterschiedliche Anwendungsfälle und Umgebungen anzupassen.
Ein bemerkenswerter Teil des Angebots ist die Skalierung. Das Unternehmen sagt, ein einzelner Hub könne Hunderte entfernter Standorte bedienen und optisches Switching, integrierte Transceiver und der Betrieb über gemeinsam genutzte Glasfaser reduzierten im Vergleich zu konventionellen Point-to-Point-Designs Ausrüstung, Stromverbrauch und Implementierungskosten.
Worauf zu achten ist
Die zentrale Frage ist, ob Netzbetreiber und Infrastrukturanbieter die Plattform im großen Maßstab einführen. Toshiba sagt, man plane, die Implementierungen gemeinsam mit Telekommunikationsanbietern, Rechenzentrumsbetreibern und anderen Organisationen kritischer Infrastrukturen in EMEA, Nordamerika und APAC auszuweiten.
Das Unternehmen verweist außerdem auf seine längerfristige Position in diesem Bereich und nennt mehr als 25 Jahre Quanten-F&E, frühere Implementierungen quantensicherer Netzwerke mit erstklassigen Kommunikationsanbietern sowie die Beteiligung an staatlich geförderten Netzwerken. Für Kunden wird der praktische Test darin bestehen, ob Toshibas integrierter Ansatz den Betrieb weit genug vereinfachen kann, um quantensicheres Networking über eng begrenzte Pilotprojekte hinaus praktikabel zu machen.
Quellen
Die Informationen auf dieser Seite stammen aus den unten aufgeführten Quellen und wurden von DesignQuantum abgerufen.
- Toshiba Launches Quantum-Safe Network Platform thequantuminsider.com