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Politik2 Min. Lesezeit

Südkorea nimmt Supercomputer Hangang in Betrieb und plant 2027 eine Quantenanbindung

Hangang, der sechste nationale Supercomputer des KISTI, startete mit 8.496 GPUs; die Regierung will ihn etwa im ersten Halbjahr 2027 mit einem Quantencomputer verbinden.

Diese Seite wurde aus dem Englischen übersetzt. Unternehmens- und Produktnamen sowie Quellenlinks bleiben unverändert. Original auf Englisch lesen

Südkoreas Ministerium für Wissenschaft und IKT (MSIT) und das Korea Institute of Science and Technology Information (KISTI) haben am 2. November am KISTI-Hauptsitz in Daejeon den Start von Hangang gefeiert, dem sechsten nationalen Supercomputer des Landes. Über die klassische Maschine hinaus will die Regierung Hangang etwa im ersten Halbjahr des kommenden Jahres mit einem Quantencomputer zu einem Hybridsystem verbinden, berichtet Seoul Economic Daily.

Was gestartet wurde

Hangang folgt auf Nurion, das fünfte nationale System, das 2018 eingeführt wurde. Laut der Zeitung verfügt Hangang über 8.496 GPUs, darunter Nvidias GH200-Chip, der CPU und GPU kombiniert, sowie über 9.936 CPUs. Die theoretische Leistung liegt beim 24-Fachen von Nurion, die Speicherkapazität beim 10-Fachen und die Netzwerkleistung beim Vierfachen. Die Regierung erwartet, dass die Maschine in der nächsten weltweiten Supercomputer-Rangliste unter die Top 10 kommt.

Das System setzt zudem auf direkte Flüssigkeitskühlung, bei der Wasser über die Chips fließt statt nur hinter den Schränken. Hong Tae-young, Leiter des Supercomputing-Infrastrukturzentrums des KISTI, sagte, die Energieeffizienz (PUE) habe sich von 1,35 beim Vorgängersystem auf etwa 1,15 verbessert.

Wie er genutzt wird

Die Regierung will 55 % der Ressourcen von Hangang für Innovationen in Forschung und Entwicklung bereitstellen, 30 % für nationale strategische Projekte und 15 % für industrielle Innovationsforschung mit Schwerpunkt auf kleinen und mittleren Unternehmen. Ein Testbetrieb im Oktober und November unterstützt bereits rund 190 Projekte, und die Anfragen entsprechen etwa 85 % der Kapazität der Maschine. Der offizielle Betrieb beginnt am 16. Dezember.

Der Quantenplan

KISTI-Präsident Lee Sik beschrieb die geplante Verbindung als Möglichkeit, Stärken zu kombinieren: Seiner Darstellung nach rechnen Supercomputer schnell, brauchen aber lange für die Optimierung, während Quantencomputer beim Rechnen langsamer und fehleranfällig, bei der Optimierung aber schnell seien; eine Verbindung könne daher die Schwächen des jeweils anderen ausgleichen. Er fügte hinzu, dass Japan, die USA und europäische Länder ähnliche Integrationsstrategien verfolgen.

Seoul Economic Daily nannte weder den Quantencomputer noch den Anbieter, der angeschlossen werden soll, und es wurden keine technischen Details zur Schnittstelle genannt. Zu beachten ist auch, dass die Aussage, Quantenmaschinen seien generell "schnell bei der Optimierung", die Darstellung des KISTI ist; ob Quantenprozessoren praktische Optimierungsprobleme beschleunigen, ist noch eine offene Forschungsfrage.

Warum das wichtig ist

Nationale HPC-Zentren werden zum wichtigsten Zugang für Quantenhardware, weil sie bereits Nutzer, Scheduler und Arbeitslasten haben. Mit einem Quantensystem an einer neu in Betrieb genommenen Flaggschiff-Maschine reiht sich Südkorea unter die Länder ein, die beides auf Ebene der nationalen Infrastruktur integrieren wollen.

Worauf zu achten ist

Offen sind vor allem, welches Quantensystem angeschlossen wird, wie Aufgaben zwischen klassischen und Quantenressourcen wechseln und ob die Verbindung im angekündigten ersten Halbjahr 2027 kommt. Hangangs Platz in der weltweiten Rangliste ist ein näherliegender Meilenstein.

Quellen

Die Informationen auf dieser Seite stammen aus den unten aufgeführten Quellen und wurden von DesignQuantum abgerufen.

  1. Korea Launches Supercomputer 24 Times Faster, Eyes Quantum Link (Seoul Economic Daily) en.sedaily.com
  2. South Korea Launches Hangang Supercomputer, Plans Quantum Integration (The Quantum Insider) thequantuminsider.com