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Forschung3 Min. Lesezeit

Quantinuum und GE Vernova kooperieren bei Quantenmodellen der Supraleitung

Quantinuum und GE Vernova werden Hochtemperatur-Supraleitung mithilfe von Helios und Fermi-Hubbard-Modellierung untersuchen, um industrielle Energieanwendungen zu erforschen.

Diese Seite wurde aus dem Englischen übersetzt. Unternehmens- und Produktnamen sowie Quellenlinks bleiben unverändert. Original auf Englisch lesen

Quantinuum und das Advanced Research Center von GE Vernova haben eine Forschungspartnerschaft zur Hochtemperatur-Supraleitung begonnen, wie aus einer von The Quantum Insider am 27. Oktober verbreiteten Ankündigung hervorgeht. Das Projekt wird Quantinuums Quantencomputer Helios und dessen Entwicklerplattform Nexus zusammen mit der materialwissenschaftlichen und ingenieurtechnischen Expertise von GE Vernova nutzen, um das Verhalten von Elektronen in vereinfachten Modellen zu untersuchen, die für supraleitende Materialien relevant sind.

Was angekündigt wurde

Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit steht das Fermi–Hubbard-Modell, ein Standardrahmen zur Untersuchung wechselwirkender Elektronen. Laut der Ankündigung wollen die Partner physikalische Mechanismen im Zusammenhang mit Hochtemperatur-Supraleitung untersuchen und bewerten, wo Quantencomputing bei dieser Arbeit nützlich sein könnte.

GE Vernova nähert sich dem Thema aus der Perspektive industrieller Energieanwendungen. Die Ankündigung verweist auf mögliche langfristige Anwendungen, darunter leichtere Generatoren, kompaktere Motoren und Energieinfrastruktur, die auf begrenztem Raum mehr Strom transportieren und Störungen besser tolerieren kann. Zugleich wird betont, dass weiterhin große praktische Hürden bestehen, darunter Kühlung, Fertigung, Materialleistung und Kosten.

Jonathan Owens, Senior Scientist für computergestützte Materialphysik bei GE Vernova, sagte, die Initiative solle schwierige Materialfragen untersuchen und zugleich intern ein besseres Verständnis dafür aufbauen, wo Quantenmethoden einen Beitrag leisten könnten.

Die technischen Details

Hochtemperatur-Supraleitung ist schwer zu modellieren, weil sie stark wechselwirkende Elektronen umfasst, deren kollektives Verhalten sich mit konventioneller Rechenleistung nur schwer erfassen lässt. Das Fermi–Hubbard-Modell beschreibt industrielle Materialien, wie in der Ankündigung vermerkt wird, nicht vollständig, wird aber weithin als reduziertes System zur Untersuchung der zugrunde liegenden Physik verwendet.

Quantinuum erklärt, die Arbeit werde auf früheren Ergebnissen der eigenen Forschenden aufbauen, die supraleitende Paarungskorrelationen in auf Helios ausgeführten Fermi–Hubbard-Modellen gemessen haben, darunter sowohl s-Wellen- als auch d-Wellen-Paarung. Nach Darstellung des Unternehmens zeigten diese Experimente die Fähigkeit, für Supraleitungsstudien relevante Quantenzustände zu präparieren und zu untersuchen.

Für die Forschung wird Quantinuums Full-Stack-Angebot genutzt, einschließlich Cloud-Zugang zu Helios und der Softwareumgebung Nexus. In der Ankündigung wird Nexus als einheitliche Plattform beschrieben, die Hardware- und Softwarewerkzeuge für Entwicklung und Ausführung von Anwendungen verbindet.

Quantinuum bezeichnet Helios außerdem als „den genauesten Quantencomputer der Welt“, eine Behauptung, die laut Unternehmen auf der Zwei-Qubit-Gatter-Fidelität zum Stand vom 31. Dezember 2025 beruht.

Warum das wichtig ist

Diese Ankündigung spiegelt ein bekanntes Muster im Quantencomputing wider: Ein vereinfachtes, aber wissenschaftlich wichtiges Modellproblem dient als Brücke zwischen Hardware-Fähigkeiten und industrieller Relevanz. Supraleitung ist dafür ein naheliegender Kandidat, weil sie in wichtigen Bereichen wissenschaftlich weiterhin nicht abschließend verstanden ist, während sich ihre praktischen Auswirkungen auf elektrische Anlagen leicht beschreiben lassen.

Für GE Vernova scheint die Zusammenarbeit ebenso sehr dem Aufbau von Fähigkeiten zu dienen wie der unmittelbaren Produktentwicklung. Laut der Ankündigung hat das Unternehmen bereits Arbeiten zu Quantenalgorithmen für Materialien zur CO2-Abscheidung unter Verwendung simulierter Quantenprozessoren veröffentlicht und stellt das neue Programm als Ausweitung auf ein weiteres Gebiet der Materialforschung dar.

Für Quantinuum bietet die Partnerschaft einen industriellen Anwendungsfall für Quantensimulation, ein Bereich, der oft als besonders gut geeignete langfristige Anwendung für Quantenhardware genannt wird.

Worauf zu achten ist

Die Schlüsselfrage wird sein, ob die Zusammenarbeit Erkenntnisse liefert, die über Proof-of-Concept-Simulationen hinausgehen. Die Ankündigung ist an diesem Punkt vorsichtig: Die Übertragung von Ergebnissen aus vereinfachten Modellen auf praktische Materialien wird anhaltende wissenschaftliche und ingenieurtechnische Arbeit erfordern.

Diese Vorsicht ist wichtig. Die Partner beanspruchen weder einen neuen Supraleiter noch ein kurzfristig marktreifes Energiegerät. Stattdessen positionieren sie das Projekt als Versuch, Quantencomputing-Methoden mit industriell relevanten Materialfragen zu verbinden, ausgehend von einem gut etablierten theoretischen Modell.

Quellen

Die Informationen auf dieser Seite stammen aus den unten aufgeführten Quellen und wurden von DesignQuantum abgerufen.

  1. Quantinuum and GE Vernova Collaborate to Advance High-Temperature Superconductivity Research thequantuminsider.com