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Sensorik2 Min. Lesezeit

Infleqtion betreibt optische Atomuhr Tiqker zwei Wochen lang auf See bei einer Übung der US Navy

Infleqtion betrieb Tiqker an Bord des Versorgungsschiffs RV Merlin bei Maritime Big Play Pacific und BARB-26 und testete auf See eine vom GPS unabhängige Zeitgebung.

Diese Seite wurde aus dem Englischen übersetzt. Unternehmens- und Produktnamen sowie Quellenlinks bleiben unverändert. Original auf Englisch lesen

Infleqtion, das an der NYSE unter dem Kürzel INFQ notierte Quantenunternehmen für neutrale Atome, gibt an, dass seine optische Atomuhr Tiqker zwei Wochen lang ununterbrochen an Bord eines Schiffs der US Navy lief, und zwar während einer großen Militärübung vor der Küste Südkaliforniens. Das Unternehmen kündigte die Demonstration am 30. Oktober an und bezeichnete sie als Schritt hin zur Integration quantenbasierter Zeitgebungshardware in Marineplattformen, die auch dann einsatzfähig bleiben müssen, wenn Satellitennavigationssignale ausfallen.

Was angekündigt wurde

Laut Infleqtion wurde Tiqker im Rahmen von Maritime Big Play Pacific (MBP-P) an Bord des Navy-Versorgungsschiffs RV Merlin im südkalifornischen Operationsgebiet betrieben. Die Übung wird vom Office of the Under Secretary of War for Research & Engineering gefördert; teilgenommen haben die US Navy, das US Marine Corps sowie die AUKUS-Partner Australien und Großbritannien. Dieselbe Demonstration unterstützte auch BARB-26, eine Navy-Übung zu neuen Fähigkeiten in der Unterwasser- und Meeresbodenkriegsführung.

Nach Angaben des Unternehmens lief die Uhr mehr als zwei Wochen auf See trotz starker Temperaturschwankungen und anhaltender Vibrationen; die Übung umfasste Szenarien über und unter Wasser mit bemannten und unbemannten Systemen. Infleqtion-CEO Matthew Kinsella sagte, der Test solle „die operativen Daten sammeln, die nötig sind, um die Integration in Marineplattformen voranzubringen“.

Die technischen Details

Eine optische Atomuhr stabilisiert einen Laser auf einen extrem schmalen Übergang in einem Atom und nutzt einen Frequenzkamm, um diese optische Referenz in nutzbare Zeit- und Hochfrequenzsignale umzuwandeln. Da optische Übergänge weit schneller schwingen als die Mikrowellenübergänge herkömmlicher Atomuhren, ermöglichen sie eine stabilere Zeitmessung.

Die Produktseite von Infleqtion beschreibt das aktuelle Tiqker Prime als 19-Zoll-Rackeinschub mit 3 HE, der weniger als 22 kg wiegt und im Dauerbetrieb weniger als 85 W aufnimmt, mit HF-Ausgängen bei 5, 10 und 100 MHz, Puls-pro-Sekunde-Ausgängen und optischen Ausgängen. Das Unternehmen nennt eine minimale Allan-Abweichung von 5,0 × 10⁻¹³ bei einer Sekunde und erklärt, dass die Gangreserve (Holdover) in seinen Tests nach mehr als einem Tag die von Cäsiumstrahluhren übertraf. Zugleich weist es darauf hin, dass Tiqker allein weder Position noch Navigation liefert: Die Uhr stellt eine stabile lokale Zeitreferenz bereit, die mit Navigationssensoren kombiniert werden kann.

Warum das wichtig ist

Navigation, Kommunikation und Radar sind auf präzise Zeitgebung angewiesen, die meist vom GPS stammt. Infleqtion argumentiert, dass eine Borduhr, die die genaue Zeit auch bei ausgefallenem, gestörtem oder gefälschtem GPS hält, die Bordsysteme synchron halten und die Abhängigkeit von Satellitensignalen verringern könnte.

Der Navy-Test ergänzt frühere Feldversuche, die das Unternehmen öffentlich gemacht hat: einen Einsatz 2025 an Bord des unbemannten U-Boot-Testträgers XV Excalibur der Royal Navy, wo Tiqker während mehrerer Tauchgänge lief, sowie britische Flugtests 2024 an Bord des RJ100 Airborne Technology Demonstrator von QinetiQ in Zusammenarbeit mit QinetiQ und BAE Systems. Wie The Quantum Insider berichtete, stand diesmal die Leistung unter realen maritimen Bedingungen statt im Labor im Mittelpunkt.

Worauf zu achten ist

Die Mitteilung beschreibt die Bedingungen, denen Tiqker auf See ausgesetzt war; entscheidend wird sein, ob Infleqtion gemessene Leistungsdaten der Fahrt veröffentlicht und ob die Navy von Demonstrationen zur Integration optischer Uhren in konkrete Plattformen übergeht. Die Roadmap des Unternehmens sieht zudem ein künftiges, kleineres Modul namens Tiqker Blade mit integrierten Lasern und Miniatur-Frequenzkämmen vor.

Quellen

Die Informationen auf dieser Seite stammen aus den unten aufgeführten Quellen und wurden von DesignQuantum abgerufen.

  1. Infleqtion Demonstrates Timing and Navigation Capabilities During the Maritime Big Play Pacific Military Exercise (Infleqtion) infleqtion.com
  2. Tiqker Optical Atomic Clock (Infleqtion) infleqtion.com
  3. Infleqtion Tests Optical Atomic Clock During US Navy Exercise (The Quantum Insider) thequantuminsider.com